Sonntag, 20. November 2016

Bunte-Blätter-Blues

Wartet kurz ... wie lange habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen? Puh ... ich kann es nicht mal aus dem Gedächtnis kramen - eindeutig zu lang also.

Aber ich merkte in letzter Zeit auch, dass mir das hier fehlt - dass ich aber auch einfach keine schönen ruhigen Zeitabschnitt dafür fand, um nicht lieblos zu bloggen. Kita, Job, Nachmittagsprogramm für Minou, verschiedene Kita-Events und Dog-Sharing mit gut 20 Minuten Autofahrt sowohl hin und als auch zurück. Der Zeitplan ist oft voll und hinzu kommt, dass es ja nun recht früh auch dunkel wird und ich merke, dass ich schneller müde bin als sonst. Damit geht auch mein Plan nicht mehr so gut auf, mich mit Minou kurz hinzulegen, um dann wieder aufzustehen, sobald sie schläft, damit ich noch etwas Mommy-Quality-time habe ... das habe ich - vor dem Wiedereintritt in meinen alten Job - sehr häufig so gemacht und das tat mir auch ganz gut.

Momentan habe ich aber das Gefühl, ich bekomme keine Luft. Ich bin hier und da und versuche für Minou immer was zu unternehmen, wobei ich so manches Mal einfach sein lassen sollte, weil es einfach zu viel wird. Und damit meine ich nicht, dass wir zig Kurse belegen und damit Minous Woche vollpacken - nein, bei uns beschränkt es sicher eher auf Besuche und/oder Unternehmungen mit Mini-Freunden. Dann will ich unbedingt noch soviel Zeit wie möglich mit Minous Oma verbringen und bestenfalls dem gestressten Papa nach seiner Arbeit auch noch etwas Zeit für sich gönnen. Das sind alles Kleinigkeiten, aber tatsächlich merke ich irgendwann, dass ich auch mehr Ruhe-Einheiten brauche. Mein Freund und ich organisieren oft mal Mädels- bzw. Jungs-Abende, an denen wir dann ausgehen und eine Auszeit für uns allein bekommen. Das ist auch immer super, aber eben nicht das gleiche, wie wenn man einfach mal zu Hause etwas in Angriff nehmen kann, was einem schon Ewigkeiten im Nacken hängt ... Papierkram? Wäscheberg? ... oder sich eben auf die Couch mümmeln kann und einen der vielen angefangenen Blogposts endlich mit Leben füllen und veröffentlichen kann? Das macht mir in letzter Zeit besonders kirre. Denn das ist das, was mir in MEINER Zeit, neben meinen Lieben, einfach am meisten Freude bereitet. Zudem kann ich beim Schreiben richtig gut abschalten. Ich habe damit generell nie Probleme gehabt, stelle aber in letzter Zeit oft fest, dass Privatleben mit Kind und Job doch ein ganz anderes paar Schuhe sind. Man ist im Kopf doch ständig woanders und insbesondere ICH suche ständig nach Terminen, die mir evtl. aus den Händen geglitten sind (das Wiederaufleben meines Terminplaners wäre natürlich da sehr hilfreich ;). Koordinieren, sortieren, vergessen, erinnern. neu organisieren - mein Gehirn rattert und rattert. Abschalten fällt dann einfach schwer.

Na ja, und hinzu kommt, dass wir hier zwei Zimmer getauscht haben und so einiges noch mehr durcheinander ist als vorher. Ich bräuchte ein paar Tage, um das Chaos zu beseitigen - aber mit Kleindkind, dass einfach immer Aufmerksamkeit fordert, schaffe ich auch in dieser Hinsicht nicht viel.

Wenig Zeit, Chaos zu Hause und frühe Dunkelheit - momentan schiebe ich wirklich einen kleinen Herbstblues. Aber die Tatsache, dass ich diesen Blogpost hier schreiben konnte, lässt mich hoffen, dass ich es bald wieder schaffe, mir ein paar Freiräume dafür und für andere To Do's zu schaufeln. Schauen wir mal. Wat mutt, dat mutt - sacht man als Hamburger ja so schön - und daran versuche ich mich festzuhalten.

Und jetzt bin ich wieder müde und höre Minou aus dem Schlafzimmer wimmern ...

Gute Nacht und bis bald wieder.

Eure







 
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